Wenn du Stunden an einem Etikett hängst

Und das Flaschenlabel-Design dann endlich fertig ist...


Nachdem ich gestern meine Prototypflaschen endlich im Kasten hatte, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, nun ja wenigstens ein kleiner Teil der großen Arbeit. Ich liebe mein Studium, jedoch glaube ich manchmal das sie dieses Studium für Superman/-woman konzipiert haben, denn wer alles vernünftig machen will, braucht eindeutig Superkräfte!

Freizeitlich musste ich in den letzten Wochen eine Auszeit nehmen, leider schlägt sich das immer direkt auf meinen Blog aus. Denn wenn ich bis abends noch an Aufgaben sitze, fehlt mir die Zeit einen vernünftigen Artikel zu schreiben, denn der schluckt in der Regel immer 2-3 Stunden Zeit. Jedoch will ich 7hundert weiterführen und versuche so oft wie möglich neuen Content zu liefern!
Da ich vor zwei Wochen angekündigt habe regelmäßig über die Entwicklung zur berichten, werde ich auch damit weitermachen. Vorab gesagt: Ich habe dutzende Anläufe und Testausdrucke gebraucht um zu meinem jetztigen Labeldesign zu kommen...


Aller Anfang ist Retro - ähmm wohl eher Western


Schrift: Haymaker (links) und Lovelo (rechts unten)

Ich präsentiere meinen ersten Entwurf, der zugegebenermaßen deutlich daneben gegangen ist...

Mein Ziel war es ein wenig Retro/Vintagemäßig zu wirken. Anfangs war ich auch noch recht überzeugt, bis mir meine Schuppen von den Augen fielen. Denn meine Dozentin machte die Anmerkung es sähe zu Westernmäßig aus und ebenfalls sei die Informationshierarchie nicht klar. Also ging das ganze Spiel nochmals von vorne los.



And again... Diesmal mit einer Prise Art Deco


Beim zweiten Anlauf griff ich den Kunststil Art Deco auf, dieser ist in den 20igern entstanden und kennzeichnet sich vor allem durch Ornamente und Details aus. Dabei ist das Muster für meinen Cocktail "French 75" zuerst entstanden. Die Grafik sollte ausdrücken was einen bei Genuss des Getränks erwartet, gleichzeitig sollten Konotationen mit Meer und Urlaub geschaffen werden.


Schriftart: Modern Sans


Schlussendlich war das immer noch nicht das Gelbe vom Ei denn das Etikett wirkte unten zu schwer und wer guckt schon unten auf eine Flasche? Weswegen ich etwas mit dem sehr statisch wirkendem Design spielte und ein paar Rundungen rein brachte ohne mein Konzept gleich wieder völlig umzuwerfen, denn die Grafik wollte ich nach der ganzen Arbeit behalten und landete dann bei der endgültigen Version.

Wie wirken die Etiketten auf euch? Würdet ihr ein Getränk meiner imaginären Marke 1927 kaufen? Oder stört euch etwas, sodass ihr nicht zugreifen würdet? 
Da ich jetzt den Rahmen des Posts nicht sprengen mag, höre ich an dieser Stelle auf und erkläre falls ihr Interesse habt in einem anderen Artikel was ich mir bei den Farben gedacht habe und wie Farbe generell auf den Menschen wirkt.  

Endgültige Version der Labels

For Insta-Lover's





Eure Gedanken:

  1. Optisch finde ich die letzte Version ansprechend, grade auf der Flasche kommt das schön. Aber mir fehlt da etwas der Zusammenhang Zielgruppe/Produkt/Marke (so ohne Infos). Wenns nicht draufstünde wüsste ich, nicht, dass es sich um Getränke handelt. Auch die Unterscheidung alc-free zu Standard-Bier fehlt mir etwas. Energy finde ich am eindeutigsten. Beim ersten Entwurf sind mir direkt die unschönen Trennungen auf der Rückseite aufgefallen :P, aber der ist ja eh verworfen. :)
    Lieben Gruß Bambi

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    1. Erst einmal: Danke, ich freue mich sehr über deine Kritik!
      Sprichst du generell davon das ich keine Infos zur Zielgruppe gemacht habe und zur Marke oder nur dass sich optisch das Getränk und die Marke nicht verbinden lässt und das Etikett genauso für einen Museumsbesuch werben könnte?

      Und ja die Unterscheidung hätte ich noch deutlicher machen können, allerdings bin ich kein Biertrinker weswegen mir das vielleicht nicht ganz so sehr auffällt. Persönlich finde ich Energy auch am Besten :), aber Übung macht den Meister.

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  2. Gerne :) . Ja also eigentlich beides! Weil ich selbst was mit Gestaltung mache, interessiere ich mich auch immer fürs Briefing und was dahinter steckt. Aber davon losgelöst ist mir das Etikett auch nicht eindeutig genug. An eine Museum hatte ich gar nicht mal gedacht, sondern eher an diese Vintage-Werbeblechschilder (is ja eigentlich ne passende Assoziation?) oder - Achtung, ich als Beauty-Tante, an Seifen-Labels! :)

    Die Übung und Erfahrung machts auf jeden Fall! Ich finde kreative Projekte toll, selber kann ich so Konzeptionelle Sachen eher weniger (hab nie studiert). Darum trotz der Kritik, einen absoluten Daumen hoch.

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    1. Unser Briefing ist relativ frei :) die Aufgabe von unserer Dozentin war lediglich darauf beschränkt dass wir ein Corporate Deisgn für einen imaginären Getränkehersteller unserer Wahl entwerfen.

      Mein Konzept ist: Alte Getänke aus den 20igern wieder ins jetzt zu bringen. Daher auch der Name 1927.
      Von der Zielgruppe her möchte ich eher junge Menschen ansprechen und habe bewusst ein wenig in der Vintage Kiste gekramt damit ich Verbindung zu den 20igern herstellen kann. :D ja Vintage Werbeblechschilder sind definitiv passend, okay ja das mit den Seifenlabels kann ich auch verstehen, da ist so ein schmaler Grad...

      Ich studiere auch nicht direkt Design :) es ist nur ein Teil meines Studiums und den rest habe ich mich davor selbst beigebracht und die ganzen Programme und die Grundlagen mithilfe eines Fernstudiums. Ich liebe es, jedoch habe ich auch noch eine Menge zu lernen :)

      Daher freue ich mich immer sehr über Kritik, denn manchmal hat man selbst Tomaten auf den Augen :D

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  3. Es ist wirklich interessant den Entwicklungsprozess ein wenig mitverfolgen zu können. Was studierst du eigentlich genau?

    Die Etiketten gefallen mir wirklich gut. Besonders das für den Energy-Drink ist wirklich passend.
    Würden die Getränke allerdings so im Laden stehen, würde ich wohl häufiger mal aus Versehen ein alkoholfreies Bier kaufen, da sich die beiden Etiketten wirklich zum Verwechseln ähnlich sehen.

    Anneke ♥

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    1. Ich studiere Communication and Multimediadesign (wird ab nächstes Semester in Media and Communications for Digital Business umbenannt). Das ist ein ziemlich interdisziplinärer Studiengang, wo man in den Bereichen Design, Kommunikation/Journalistik, Technik und Marketing ausgebildet wird. Ich finde die Zusammenstellung der Fächer sehr gut und es ist ein guter Studiengang, meiner Meinung nach allerdings auch ein sehr fordernder. Nur ich denke am Ende lohnt es sich :). Hatte bei dem alkoholfreien Bier wohl zu sehr dunkles Bier im Kopf oder malzbier (bei uns haben die immer dunkle Etiketten).

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  4. Sehr interessanter Post. Ich muss sagen, dass mir das blaue Label am Besten gefällt, weil es so freundlich wirkt, die Farbe einen sofort ins Auge springt und ich damit irgendwie schönes verbinde. Aber generell finde ich hast du doch tolle Labels entworfen ,ich hätte das wohl nie so toll hinbekommen ;).

    Einen Post wie Farben auf uns wirken fände ich übrigens sehr interessant.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Horrorfilme sind auch nicht jedermanns Sache, ich mag auch nur diejenigen, die wirklich eine Handlung haben und dann hoffentlich auch interessant gemacht sind. Aber da findet man auch meistens nur sehr wenige, die dann zu 100 % überzeugen können. Während ich Fantasy aber auch total liebe. Finde auch, dass man Filme aus diesem Genre einfach im Kino sehen muss, da die dort ganz anders wirken.

    Dankeschön, dir auch viel Erfolg und das denke ich auch ab und an.

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  5. Ich liebe diese Posts, halte uns gerne weiterhin auf dem Laufenden! :)
    Ich muss ja zugeben, dass ich ein totales Verpackungsopfer bin und dir gleich dazu ein riesen Lob aussprechen: Vor allem das Energy-Etikett hat es mir total angetan. Würde ich sofort kaufen. :)

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    1. Vielen lieben Dank, das freut mich sehr zu hören!
      Mag das Energyetikett auch am Liebsten!

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  6. Ich finde das sehr interessant deinem Entwurfsprozess folgen zu können. Sehr schön gemacht :)
    Da ich eigentlich nicht aus dem Grafikbereich komme (mich aber sehr dafür interessiere!) kann ich dir jetzt keine konstruktive Kritik geben, aber ich finde das ENERGY Ettiket hat schon was. Was "Energisches"! Mir gefällt es :) ! Ich hoffe es kommen noch mehr von diesen Posts!

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  7. Na die viele Arbeit hat sich doch gelohnt :) Die Labels sehen alle fantastisch aus, ich weiß gar nicht welches ich am besten finden soll! Jedes bringt auf seine Weise die jeweilige Sorte rüber!
    Liebe Grüße,
    Christina

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  8. Ich würde auf der Stelle alle durchprobieren! :)
    Alles voran das Bier. Weil es eben Bier ist - und sich dein Etikett hervorragend auf der dunklen Flasche macht. Der Kontrast ist wirklich gut.

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah Maria

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