Bewerbungsfotos - Part 2 Kameraeinstellungen

Heute beschäftige ich mich im zweiten Teil des Artikels mit Kameraeinstellungen bzw. alle Einstellungen die ihr für ein gutes Bild beachten solltet. Ich gehe wieder auf die Wirkung von unterschiedlichen Positionen ein und versuche euch einen groben Überblick zu geben.
Dazu muss ich sagen ich bin selbst nur Amateur und habe mir das Wissen über mein Studium und durch Beobachtung angeeignet, falls ihr noch bessere Tipps habt, freue ich mich über eine Ergänzung!

Leicht von oben

Eine leichte Draufsicht zeigt, dass diese Person sich ebenfalls unterordnen kann, ähnlich wie bei einem schrägen Kopf, allerdings wirkt diese Position präsenter und erwachsener.
Frontal auf Augenhöhe mit geraden Schultern

Frontalfotos sind auf Konfrontation aus, die Person ist vollkommen präsent, der Betrachter muss sich mit ihr beschäftigen. Allerdings erinnert diese Version eines Bewerbungsfotos stark an Passbilder und wirkt viel zu starr und unbeweglich. Der Bewerber hat wenig Platz seine menschliche Seite zu zeigen und diese ist ebenfalls in einem Job von Nöten. Dennoch falls ihr euch um einen Chefposten bewerbt könnte diese Strategie aufgehen! Leicht seitliche Schultern Kopf gedreht Richtung Kamera
Ihr zeigt das ihr Zurückhaltung wahren könnt, aber auch direkt seid indem ihr in die Kamera schaut. Also die ideale Mischung, weswegen die meisten Bewerbungsfotos auch nicht komplett gerade sind.

Das absolute No-Go Kameraposition unten, denn es macht überheblich -> Licht macht es noch schlimmer

Von Unten
Fotos von unten sind für Bewerbungen ein absolutes No-Go, aber auch generell ist es nicht ratsam von unten zu fotografieren. Denn ihr erzeugt eine leicht gruselige, dominante Ausstrahlung und zeigt dass ihr über Anderen stehen wollt! Das kommt meistens gar nicht gut an und ist die wohl schlimmste Wahl, denn ihr lasst keinen Platz für Widerspruch, ihr wollt die Kontrolle!

Hände ja oder nein?
Meiner Meinung nach nein. Denn auf den meisten Fotos mit Händen und Armen wissen die Bewerber nicht wohin mit ihren Händen und verkrampfen, was das komplette Foto zerstört! Egal wie sehr ihr euch bemüht locker zu wirken, die Arm und Handposition verrät euch. Gekreuzte Arme signalisieren dem Betrachter gleich Ablehnung und in die Hosentaschen Gegrabene Unsicherheit und Verkrampfung. Wenn dann sollten sich locker platziert werden und gut sichtbar, aber die Handposition ist wieder ein Artikel für sich, worauf ich jetzt nicht aus Platzgründen eingehen werde.

Hier ist Lichtquelle rechts oben einen Kopf höher

Licht
Das Licht kann von allen Seiten kommen, außer von unten und von zu stark oben (wirft in der unteren Gesichtshälfte Schatten). Das Gesicht komplett oder fast komplett ausgeleuchtet sein, um störende Nebeneffekte von Schatten zu vermeiden.

Wo findet ihr das ideale Licht?
Wenn ihr keine Softbox besitzt nutzt das Tageslicht draußen, jetzt im Winter bei bedecktem Wetter, könnte ihr das Licht ebenfalls zu Mittagszeit nutzten. Im Sommer allerdings solltet ihr das Licht entweder 2-3 Stunden vor Sonnenunter/-aufgang nutzen und eventuell euch einen Reflektor und einen Freund mitnehmen, der euch hilft das Gesicht von Schatten zu befreien.

Achtung: Benutzt kein zu gelbes Licht, sodass ihr einen Gelbstich im Gesicht habt!

Der Hintergrund muss nicht unbedingt grau sein Ihr könnt ebenfalls draußen Fotos machen (siehe erstes Foto), einzig und allein müsst ihr dort beachten, dass der Hintergrund nicht zu viel Struktur hat und ihr eine große Blende einstellt z.B. f 2.8.

Sonstiges:

Fokussiert eure Augen
Benutzt innen eine mittlere-große Blende ca. f 2.8-5
No-Go: Licht von unten, zu hohe Draufsicht
Und seid locker – habt Freude an den Fotos!
Testet aus und versucht nicht verkrampft meine/irgendwelche Regeln zu befolgen! Habt eine grobe Vorstellung, aber testet - und sortiert die Fotos später höchstens mit den „Regeln“ aus.



Weiter geht es dann in ein - zwei Wochen mit dem Bewerbungslayout, wo ich euch einige Beispiele zeigen werde und euch zur Verfügung stelle.

Eure Gedanken:

  1. Danke für deinen KOmmentar :) Du hast vollkommen recht, das ist echt bei manchen Situationen sehr komisch.. Ich persönlich kann so etwas immer gar nicht gut haben, weil ich ein Mensch bin, der versucht alles unter Kontrolle zu haben und auch alles in Worte fassen möchte :D

    Die Strecke zum Thema Bewerbungen finde ich wirklich gut. ich glaube, das hilft sehr vielen hier weiter. Bewerbungsfotos finde ich extrem wichtig - würde mich selber nieeee trauen welche zu fotografieren, weil es da einfach auf so viele Dinge drauf ankommt...

    Liebe Grüße
    Lea
    Lichtreflexe
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    1. Danke :), ja Bewerbungsbilder können kritisch sein aber bisher habe ich sie noch immer selbst fotografiert. Denn wenn ich manche Bilder von Fotografen sehe... Denke ich das ich das genauso mindestens gut hin kriege ohne verkrampfte Haltung.

      P.S. Das mit der Kontrolle kommt mir bekannt vor :)

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  2. Ein cooler Post :)
    Dein Blog ist echt interessant !

    monkey-with-the-crown.blogspot.com

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  3. gute Tipps dabei, ich finde allerdings das man es manchmal auch bewusst von unten machen sollte, wenn man sich in einem Chef-Posten bewirbt zB.

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