Buchreview: Delirium - Lauren Oliver


Nach langem gibt es mal wieder eine Buchreview, die Serie habe ich in Großbritannien entdeckt und mir für die langen Busfahrten einfach mal das erste Band in Oxford gekauft. Das war allerdings so schnell verschlungen und meine Neugier war so groß, dass ich mir schließlich in Glasgow die restlichen Bände zugelegte.

Vom Genre her geht die Story ein wenig in Richtung "Die Tribute vom Panem", absolutäres System, Widerstand und eine Liebesgeschichte. Liebe - ist in der Delirium-Triologie eine Krankheit und wird mit Beginn des achzehnten Lebensjahres mithilfe einer gefährlichen Prozedur aus dem Gehirn geschnitten. Mit dem Entfernen der Liebe verliert sich auch die Empfindungsfähigkeit der Geheilten, denn sie bekommen nach der Prozedur durch einen Test einfach so ihren Lebenpartner zugewiesen und sind die meiste Zeit eine Art Schlafwandler.

“You can't be happy unless you're unhappy sometimes".”

Was mich besonders geschockt hat, ist das die Menschen dies freiwillig tun in der Hoffnung danach endlich glücklich zu sein! So denkt auch die Hauptfigur Lena, die ihre Mutter an die Krankheit verloren hat, sie wünscht sich nichts sehnlicher als endlich von ihren Gefühlen befreit zu werden. Denn ihre Mutter war selbst nach mehreren Prozeduren unheilbar. Bis sie während ihres ersten Partnervergabetests (vor ihrer Heilung) mitten in eine Aktion des Widerstandes gerät und sie auf Alex trifft...

"Die Enden haben mich jedes mal auf's neue überrascht."

Ich möchte nicht unbedingt spoilern, aber Alex verändert ihr Denken komplett und sie deckt auch ein Geheimnis auf, was ihre Mutter betrifft... Die kompletten Bände sind spannend und flüssig geschreiben. Delirium, das erste Band, endet auf jeden Fall unerwartet und nimmt einen ziemlich mit. Das zweite, sowie das dritte Band haben ebenfalls nicht das erwartete klassische Ende, sondern schocken jedes Mal erneut. Denn man hätte nicht mit diesen Wendungen gerechnet!

Wenn ihr auf der Suche nach neuem Lesestoff seid und die Triologie noch nicht kennt, kann ich diese euch sehr ans Herz legen! Es sind die ersten Bücher die mich etwas sprachlos gemacht haben und ich mich manchmal gefragt ob nicht Teile dieses Fantasiesystems sich in unserem Heutigen wiederspiegeln.




Eure Gedanken:

  1. Ich fand die Bücher auch wirklich lesenswert! Sie bringen den Leser wirklich zum Nachdenken - sofern er sich dazu bringen lässt. Nur die Cliffhanger waren nun wirklich fast grausam. ;)
    LG
    Layla :)

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  2. Hört sich echt gut an. Kommt auf meine Leseliste. Von der Geschichte erinnert es mich ein Wenig an Cassia & Ky, falls du die Serie kennst.

    Liebe Grüße,

    Hanna von Written In Red Letters

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  3. Eine der besten Trilogien der letzten Jahre! Ich habe sie regelrecht verschlungen und vergesse nie, wie schockiert ich am Ende des ersten Bandes mit Tränen in den Augen rief: "Das kann sie jetzt echt nicht bringen!" Außerdem finde ich die Idee, die Liebe als Krankheit zu sehen, ganz interessant und auch gut umgesetzt.

    Liebe Grüße
    die Tintenelfe

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