Kooperationsanfragen - Lest die Bedingungen


Ganz zu Anfang muss ich sagen Kooperationen zwischen Bloggern und Firmen sind eine tolle Sache und ich habe absolut nichts dagegen. Jedoch habe ich jetzt öfter erlebt das Anfragen nicht immer ganz seriös sind. Ich bin jetzt nicht ganz brachenfremd bin, kann ich die Sicht eine Vermittlungsfirma  nachvollziehen, die immer versucht das Beste für sich raus zu schlagen.

Jedoch viele Blogger wissen nicht, worauf sie sich einlassen und stimmen schnell aus Dank endlich eine Kooperationsanfrage erhalten zu haben zu. Es ist ja auch schön, wenn man mit dem Bloggen nebenher etwas verdienen kann und Produktproben zum vorstellen zu bekommt.

Ich möchte lediglich in diesem Artikel ein wenig über das Rechtliche/mögliche Nachteile aufklären, natürlich gebe ich keine Gewähr und es ist erst recht  keine Rechtsberatung! All' dieses Wissen habe ich mir selbst angeeignet und ich studiere auch kein Jura, weswegen ich es nicht Gesetztestexten widerlegen kann
Ganz offen, persönlich erhalte ich selten eine Anfrage zur Kooperation und bisher war  keine dabei, die mich davon überzeugen konnte auf meinem Blog zu werben. 7hundert habe ich ursprünglich geschaffen um mich weiter zu entwickeln und Menschen mit meinen Artikeln zu erreichen und das wird er auch immer bleiben! Ich schreibe nur über das was mich persönlich interessiert und wo ich einen Mehrwert drin sehe.

Jetzt wieder zurück zu den Anfragen. Der häufigste Grund für mein Ablehnen der Angebote ist, dass Bedingungen gestellt wurden bei denen ich nicht bereit bin die Risiken einer Abstufung meines Blog einzugehen. Mag zwar paranoisch klingen, aber jeder Blogger wird wissen wie schwer es ist seinem Blog Leben einzuhauchen.

Hier einige wichtige Fragen zum Thema:

 Kooperationen mit Do-Follow Links? 


Die meisten Agenturen wollen Do-Follow Links, das sind normale Links die durch Google gefunden werden können. An sich ist auch rechtens in normalen ungesponsorten Posts Do-Follow Links zu setzten, denn ihr wurdet nicht dazu bezahlt und setzt den Link aus freien Stücken. Der Verlinkte erhält dann dadurch im Google Suchalgorithmus einen höheren Page Rank, das heißt er wird schneller in den ersten Suchergebnissen gefunden und nicht erst auf der letzten Seite.

Es gibt einen ganzen Berufsbereich der sich SEO (Search Engine Optimation) nennt um Firmen einen besseren Page-Rank zu verschaffen. Da innnerhalb der letzten Jahre Do-Follow Links sehr missbraucht wurden hat Google vor ein paar Monaten seine Richtlinien verändert. Einfach weil es unfair ist, dass Firmen mit viel Geld sich Links einfach erkaufen um den Algorithmus auszutricksen und nicht so gut Betuchte fast keine Chance haben. 

Die "neuen" Richtlinien besagen, dass man wegen bezahlten Do-Follow Links abgemahnt werden kann und eventuell wird ein Blog/Webseite sogar ganz aus den Suchergebnissen rausgenommen. Viele mögen sich jetzt denken, wie können sie denn beweisen das ich bezahlt wurde? Und es ist eher unwahrscheinlich dass man selbst davon betroffen ist, jedoch besteht die Möglichkeit immer und ihr seid auf einmal raus oder ganz hinten in den Ergebnissen. Zudem bewegt ihr euch da rechtlich in einer Grauzone...

Meiner Meinung nach liegt es in eurer eigenen Verantwortung und ich verurteile mit Garantie keinen Blogger der soetwas macht jeder muss dort seine eignen Erfahrungen machen. Ob die nun richtig oder falsch ist egal. Aber wenn mich eine Firma um soetwas bittet, frage ich mich ob sie meinen Blog und die ganze reingesteckte Arbeit überhaupt ernst nimmt? Oder ob ich nur eine Nummer bin, denn eine Kooperation kommt von beiden Seiten und basiert auf Vertrauen.

 Ungekennzeichnete Werbung- Darf ich das? 

Nein, darfst du nicht. Selbst wenn du auch nur ein Produkt zur Verfügung gestellt bekommst musst du dies erwähnen und wenn du sogar bezahlt wirst musst du den Post deutlich als Werbung/Sponsoring kennzeichnen. Ansonsten droht dir eine Klage die meistens teuer werden kann.

 Unternehmen anmelden - Freie/r Journalist/in - Steuererklärung? 

Generell gilt du musst alles in der Steuererklärung angeben. Ich kann jetzt nur zum belgischen Recht etwas sagen, aber ich denke in Deutschland ist es nicht viel anders. Falls du wirklich Geld mit deinem Blog verdienen willst, geh zum Steueramt und lass' dich dort ausgiebig beraten, wie viel du steuerfrei verdienen darfst etc... Dann erlebst du auch keine unangenehmen Überraschungen! 

Der zweite Schritt ist dann sich als Freier Journalist/Texter anzumelden, dann bekommt ihr auch ne Steuernummer, die ihr auf euere Rechnungen drauf schreiben müsst. Falls ihr jetzt richtig viel Umsatz einmal mit eurem Blog macht, dann würde ich in Betracht ziehen ein Kleinunternehmen anzumelden. Die meisten Blogger wird das wohl nie betreffen, aber informiert euch auch hier über Risiken, Steuern und Co!

 Die Frage nach dem Impressum 

Ein Impressum ist in Deutschland und Belgien immer Pflicht, sobald du meinungsbildene, öffentliche Beiträge schreibst, die nicht nur für den familiären Gebrauch sind. Ich weiß das Ganze ist ziemlich unangenehm, aber da kann man nicht viel daran ändern. Das ist der Preis für einen Blog, falls ihr ohne erwischt werdet kommen hohe Bußgeldstrafen einem entgegen. Das gilt übrigens auch für Facebook- und Twitterfanseiten. Ebenfalls ist noch nicht geklärt ob ein Bild als Impressum reicht,  lieber da auf Nummer sicher gehen bis es geklärt ist.

Falls irgendetwas bei Anfragen unklar ist, fragt nach! Ihr müsst die Bedingungen vor Zustandekommen genaustens wissen und sie euch gegebenenfalls sogar schriftlich zuschicken lassen. Ebenfalls ist es nicht schlecht sich über die Firma zu informieren und andere Blogger zu fragen ob sie schon Erfahrung mit der Firma gemacht haben. Wie gesagt ist das ganze keine Rechtsberatung und ich hoffe den Ein oder Anderen etwas schlauer gemacht zu haben.

Eure Gedanken:

  1. Das Interesse an bezahlten Do-Follow-Links scheint immer größer zu werden. So wirkt es jedenfalls auf mich, wenn ich meine eigenen Kooperationsanfragen betrachte. Am Ende ist es natürlich jedem selbst überlassen, dennoch rate ich davon ab. Vllt. habe ich aber auch nur ein zu zartes Gewissen.

    Soweit ich weis und richtig informiert bin (ich lege nicht meine Hand dafür ins Feuer), kann man nur als Freiberufler tätigen werden, so fern man Texte verkauft. Sobald Werbefläche im Blog angeboten wird, sollte ein Gewerbe angemeldet werden. Aber ACHTUNG: Hierbei scheiden und streiten sich die Geister, die Ämter und die komplette Bloggerwelt. ;)

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  2. Danke für den sehr informativen Text! Das ist grade echt ein aktuelles Thema. Werde beiImpressum besonders bei Facebook direkt ändern! Wie gehen den no follow links? Ich hab mal was über eine firma geschrieben, dass aber gekennzeichnet aber die Seite verlinkt, so wie ich es ja auch mache, wenn ich zB über etwas schreibe, was mir zufällig gefallen hat und ich weiter empfehlen will. Kann ich den Link nachträglich ändern? Sorry falls das dumme Fragen sein sollten ;) alles Liebe uund danke, Mira

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  3. Das ist ein wirklich guter Post. Immer wieder wichtig sich mit dem Thema auseinander zu sezzten. Bor allem auch was das Impressum angeht :) aber an sich sind die Regeln ja logisch...

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