Keeper of time


Kennt ihr das nicht auch? Ihr habt noch so viel zu erledigen, aber einfach zu wenig Zeit! Deswegen versucht ihr euch eure Zeit so gut wie möglich einzuteilen. Mit dem Resultat das ihr das Gefühl habt noch immer zu wenig Zeit für all' eure Termine etc. zu haben. Zufällig bin ich vor ein paar Wochen  im Fernsehprogramm bei W wie Wissen hängen geblieben, das Thema des Abends war "Zeit sparen".
"Time is like a hand full of sand- the tighter you grasp it, the faster it runs trough your fingers."

Sie versuchten dem Gefühl zu wenig Zeit auf den Grund zu gehen, dabei schauten sie sich die verschiedenen Epochen an. Und kamen zum Schluss das wir uns in einem Kreislauf befinden, der immer schneller wird. Die industrielle Revolution war sozusagen der Startschuss dafür, denn so konnten Waren schneller produziert werden und eine Fabrik/Land machte mehr Gewinn. Um noch mehr Gewinn zu machen wurde immer weiter in die zunkuntsversprechende, gewinnbringende Technik investiert und so entwickelte sich diese innerhalb von Jahrhunderten rasant! Ein Laptop vor 50 Jahren, wäre Science-Fiction gewesen! Durch die Technisierung kam die Mittelschicht zu Geld und investierte ihr Geld in diese neue Technik, die ihnen das Leben um vieles erleichterte.
 

 

So entwickelte sich langsam unser heutiges Wirtschaftssystem, das auf Konsum basiert. Je höher der Konsum desto größer der Gewinn. Deswegen ist die Wirtschaft natürlich daran interessiert, die Leute konsumieren zu lassen, sonst würde das komplette System wie ein Kartenhaus zusammen brechen. Denn kein Konsum führt zur Stagnation der Wirtschaft, Unternehmen müssen konkurenzfähig bleiben und kämpfen mit niedrigen Preisen um ihre Zielgruppe. Ansonsten können sie einpacken!

Damit innerhalb des Unternehmens noch Gewinn gemacht wird, müssen so wenig Arbeiter/Angestellte so effektiv wie möglich arbeiten. Falls das Unternehmen rote Zahlen schreibt, entlässt diese ja Leute um sich eventuell noch retten zu können. Jedoch wird die Last der Arbeit auf die verbliebenen Angestellten verteilt, die jetzt noch zeiteffektiver arbeiten müssen. Und die Löhne bleiben stehen, während Lebenshaltungskosten steigen aufgrund das Firmen Gewinne einfahren möchten.

So wird der Ruf nach neuer verbesserter Technik, die das Arbeiten erleichtert lauter und durch diese Investition in die Technik wird  der Markt wiederrum angekurbelt. Die Unternehmen müssen effektiver arbeiten um im Konkurrenzkampf bestehen zu können und der Mensch versucht noch mehr Zeit einzusparen. Obwohl er eigentlich das Gegenteil damit bewirkt, jedoch sind wir heutzutage ohne Technik aufgeschmissen, wie schon ein simpler Stromausfall beweist. In unsere Freizeit versuchen wir ebenfalls so viel wie Möglich unter einen Hut zu bekommen, da wir schließlich ja noch etwas anderes machen möchten außer Arbeiten. Und investrieren für unsere Freizeit größtenteils ebenfalls in Technik. Somit wäre der sich immer schneller drehende Kreislauf geschlossen. 

Aber irgendwann wird der Mensch nicht mehr schneller laufen können, indem er Zeit spart und was passiert denn mit dem System? Bricht es zusammen oder wird es überarbeitet? Wird es ein Wirtschaftssystem geben das Umweltfreundlicher ist und auf Auskommen, statt auf Gewinn orientiert ist? Oder werden sich die Menschen um die letzten Ressourcen bekriegen?

Was denkt ihr dazu, würde mich freuen eure Ansichten zum Thema zu lesen!

Eure Gedanken:

  1. Erstmal, die Taschenuhr <3
    Und ja, ich glaube dass das System zusammen bricht.. Das Geld verliert immer mehr an Wert und die Menschen gehen kaputt durch den ganzen Stress.. Das wird irgendwann nicht mehr gut gehen können. Und dann sehe ich die Politiker immer noch nicht etwas ändern.. Die werden dann mal überlegen was man denn mal machen könnte falls man sich mal zu einem Datum einigen kann an dem man einen Termin festlegt bei dem dann über alles gesprochen werden kann. Wobei dann die Betonung auf 'kann' liegt... Und das dann der Streit um Ressourcen,... losgeht ist klar. Jeder will dann so viel wie er kriegen kann, darauf ist das System ja ausgelegt und es sitzt so im Kopf der Gesellschaft...
    Ich glaube ich könnte noch einiges schreiben, belasse es aber mal dabei ;)

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  2. Es bricht zusammen. Erst wenn etwas zerbricht realisieren wird es. Davor wollen wir es nicht war haben. Warum auch? Uns geht es ja (noch) gut. Vermutlich auch zu gut. Wir leben in einer Konsumblase. Nur wer hat, hat´s gut. Der Mensch strebt immer nach mehr.

    Das ist wirklich ein sehr interessantes Thema. Umso länger ich darüber nachdenke, desto mehr verspüre ich den Drang auszusteigen. Vermutlich weil ich selbst andauernd das Gefühl habe, zu wenig Zeit für all die Dinge zu haben.



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    1. Ja, aber es ist schwer alleine etwas daran zu verändern...
      Weil man dann automatisch Probleme hat in der Gesellschaft bestehen zu können, wenn aber viele etwas ändern wollen gehts leichter.

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  3. ja genau und vorallem wird es negativ angesehen so zu sein, das finde ich schade
    wie auch immer... :D deinen blog finde ich schön, danke für dein kommentar :)

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  4. schöne bilder! ich habe auch so oft das gefühl, dass mir die zeit fehlt. und manchmal wünschte ich mir einfach tage, die doppelt so lang sind, damit man wirklich alles machen kann, was man sich vorgenommen hat.

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