Mein ganzer Stolz


Erinnerungen sind für mich etwas Lebendiges. Wenn ich zurückdenke, sehe ich alles wie einen Film vor mir, denn wichtige Situationen meines Lebens vergesse ich nie."

Nun warum schreibe ich über Erinnerungen? 

Anfang Januar las ich Jennifer Jägers Aufruf zur Bloggerparade, das Thema ist „Mein ganzer Stolz“. Die Idee für den Post kam mir sofort, jedoch war ich mir lange Zeit unsicher ob ich so etwas Privates ins Netz stellen sollte. Wir sind doch alle mit den Worten: „Das Internet vergisst nie“, aufgewachsen. In einer Zeit wo Google für jeden Namen mindestens einen Treffer hat, steht man unter dem Gefühl alles perfekt machen zu wollen. Schwäche zeigen heißt für viele sich angreifbar machen. Doch wer hinter die Maske blicken lässt, drückt damit seine Stärke aus. 


Das Wort Stolz lässt mich im ersten Augenblick ein wenig zurückschrecken, irgendwie verbinde ich damit ein Vorurteil und der Stolz lässt es nicht zu dass man es überwindet. Dennoch kann es auch ein glücklicher Stolz sein etwas überstanden zu haben oder sich zu freuen das ein geliebter Mensch etwas geschafft hat. Wenn ich an Stolz denke und in meiner Erinnerung zurückgehe, bleibe ich stehen im Alter von zwölf-dreizehn Jahren. Damals stand ich am Anfang der Pubertät, zugegeben war diese eine sehr schwere Zeit für mich. Aber für wen ist sie schon einfach? Zu diesem Zeitpunkt war ich ein sehr schüchternes Mädchen, ich begann ebenfalls in diesem Alter sehr Oberflächlich zu werden. Im Rückblick finde ich zumindest, dass ich damals Stolz im negativen Sinne war.

Wie viele in der Pubertät bekam ich schlimme Akne, so schlimm dass ich mich gar nicht mehr im Spiegel ansehen konnte ohne Depressiv zu werden. Mein Stolz bekam einen Knick, denn bisher hatte ich mich immer durch Äußeres definiert. Meine ganze Welt brach zusammen, als meine Umwelt mich anfing mich wegen meines Äußeren und meinem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein zu mobben. Sie zeigten mir wie es innen in mir aussah, manche zerbrechen an diesem riesen Loch. Zwar ist es schwer verständlich, aber ich bin froh dass es passiert ist! Denn es hat mich stärker gemacht und dazu bewogen mein Weltbild zu hinterfragen.Mein Stolz und somit mein Selbstbewusstsein hatte ich immer an anderen Personen festgemacht, daher auch meine Schüchternheit. Es mag vielleicht esoterisch angehaucht klingen, aber das Äußere definiert sich aus dem Inneren. Zum Beispiel wenn man eine positive Ausstrahlung hat, reagieren Menschen anders auf einen wie wenn man mürrisch alle anschreit. In all den Jahren habe ich mich immer mehr zu mir selbst entwickelt, mein Selbstbewusstsein kommt aus dem Inneren und ist nicht mehr durch äußere Meinungen zerstörbar.

Und genau das ist jetzt mein ganzer Stolz :D

Auf viele wirke ich noch immer schüchtern zumindest sagte man mir dies in ein-zwei Vorstellungsgesprächen. Ich finde es einfach nur Lustig, sodass ich zu schmunzeln anfange. Meine ruhige Art wird wohl oft mit Schüchternheit verwechselt, denn ich liebe es mich zu unterhalten. Allerdings wenn für mich ein Thema keinen Sinn ergibt, sage ich lieber nichts als irgendeinen Blödsinn.

♥♥♥ 

Muffindream hat mich übrigens getaggt

Eure Gedanken:

  1. Schön geschrieben :) Hast es ja letztendlich doch gemacht :)
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  2. Schön geschrieben :)
    LG,Anouk und Anna
    Wir machen gerade eine Blogvorstelung, wäre schön, wenn du mitmachen würdest
    http://cupcakesbeautyfashion.blogspot.be/2013/01/blogvorstellung.html?m=1

    AntwortenLöschen
  3. Wow echt toll geschrieben!

    Bezüglich der Schüchternheit sprichst du mir aus der Seele. Viele Menschen meinen man ist schüchtern, nur weil man nicht zu jedem Thema seinen Senf abgibt. Aber ist ja eigentlich ganz witzig manche in diesem Glauben zu lassen ;)

    AntwortenLöschen